Verlauf Kirchen

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Standort der Kirche

Kirchweihe:       3. September 1966
Patronatstag:   St. Johannes der Täufer, 24. Juni


Bereits im Jahre 1234 bis zur Reformation existierte in Görlitz ein großes Franziskanerkonvent. 1563 übergab der letzte Mönch, namens Urban, Kloster und Kirche der Stadt.

Von der Vertreibung der Deutschen aus Schlesien im Jahre 1945, infolge des 2. Weltkrieges, waren auch die Franziskaner betroffen. Der damalige Provinzial P. Hieronymus Trumpa leitete Verhandlungen mit dem Erzbischöflichen Amt Görlitz ein, mit dem Ziel, eine franziskanische Niederlassung in Görlitz zu gründen. 1948 erhielt P. Vinzens die Zuzugsgenehmigung nach Görlitz. Neben seiner Tätigkeit als Kaplan sollte er nach einem geeigneten Standort für die Gründung eines späteren Klosters suchen.

1950 wurde in Görlitz-Weinhübel eine von der Grenzpolizei nicht mehr benötigte Baracke erworben. Die 30 m lange und 15 m breite Baracke befand sich in einem sehr schlechten baulichen Zustand. P. Vinzens gestaltete die Baracke zunächst so um, dass neben 2 Wohnräumen ein großer Kapellen- und ein Seelsorgeraum entstand. Noch im gleichen Jahr stellte Kapitelsvikar Ferdinand Piontek die Urkunde für die Seelsorgekuratie Görlitz-Weinhübel aus, die den Franziskanern anvertraut wurde. Damit war in Görlitz ein kleiner Franziskanerkonvent entstanden.

Es bildete sich eine lebendige Franziskanische Gemeinschaft. 1957 fand die erste Firmung durch Kapitelsvikar Piontek statt. Als sichtbares Zeichen christlichen Wirkens wurde im Vorgarten ein Kreuz errichtet.

Im September 1964 kam P. Wendelin Hudowsky nach Görlitz. Er bemühte sich um die Genehmigung zum Bau einer kleinen Klosterkirche. Nach anfänglichen Absagen erhielt P. Wendelin im August 1965 endlich die Zustimmung zur Erstellung von Massivmauern und Erhöhung der Baracke. Schrittweise wurde so die Baracke durch einen Neubau ersetzt. Begonnen wurde zuerst mit dem Bau der Kirche. Die Bauarbeiten wurden ausschließlich in Eigenleistung durch Helfer aus der Gemeinde und durch die Ordensprovinz ausgeführt. Der Altarraum mit seinen Farbglasfenstern wurde von Georg Nawroth aus Görlitz gestaltet.

Bischof Schaffran konsekrierte am 3. September 1966 dieses Gotteshaus.

Nach dem Kirchbau wurde weiter gebaut. Ebenfalls in Eigenleistung entstanden ein neuer Pfarrsaal, sowie die Wohnräume der Patres in der oberen Etage. 1968 hatten die Franziskaner in Görlitz endlich eine neue feste Heimstatt erhalten.

Auch bei den Franziskanern nahm der Ordensnachwuchs ständig ab. Das Ordenskapitel sah sich gezwungen, den Beschluss zu fassen, das Kloster im Sommer 1989 zu schließen. Bischof Huhn musste schweren Herzens nach fast 40-jährigem Wirken in Görlitz die Franziskaner verabschieden. Er erfuhr aber noch im gleichen Jahr, dass die Franziskaner in Breslau (Wroclaw) dem deutschen Konvent die Übernahme des Klosters angeboten hatten. Im Juli 1990 kam P. Gerhard Glaeser als erster polnische Franziskaner in das Kloster. Es folgten weitere, somit war der kleine Konvent wieder vollständig.

Das Hochwasser der Neiße im Sommer 2010 verursachte auch in Kloster und Kirche viele Schäden.

Im Rahmen der Neukonstituierung der Pfarreien im Bistum Görlitz entstand im Jahr 2012 die große Pfarrei Hl. Wenzel, zu der nun auch der Konvent der Franziskaner gehört.

Quelle: Gekürzte Wiedergabe eines Vortrages von Dr. med. Evamaria Nowy

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